Sachkunde für Veranstaltungsrigging nach SQQ2 | Level 2 | Köln
bis
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Beschreibung

Entsprechend dem SQ Q2 ist die Ausbildung zum Sachkundigen für Veranstaltungsrigging modular aufgebaut. Sie ist in 3 Level gegliedert und beinhaltet theoretische und praktische Anteile. Die gesamte Ausbildung muss innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten abgeschlossen sein.

Qualifizierungsstufe LEVEL 2

Der Sachkundige für Veranstaltungsrigging LEVEL 2 verfügt über die Kompetenzen für Riggingtätigkeiten, die über die Tätigkeiten des Sachkundigen für Veranstaltungsrigging LEVEL 1 hinausgehen.

Diese Tätigkeiten sind z.B.:

  • Planen und Erstellen von temporären Anschlagpunkten
  • Errichten technischer Einrichtungen und Inbetriebnahmen von Motorsteuerungen und ggf. Lastüberwachungssystemen
  • Erstellen und Auswerten von Plänen und Arbeitsunterlagen
  • Planen von Hilfstragwerken
  • Koordinieren von Riggingtätigkeiten
  • Durchführen und Dokumentieren von Unterweisungen
  • Leiten und Beaufsichtigen von LEVEL 1 Riggern
  • Planen und Erstellen von Rettungskonzepten
  • Ausführen von Rettungsmaßnahmen
  • Mitwirken bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen für die riggingspezifischen Tätigkeiten
  • Ggf. Erstellen erforderlicher Gefährdungsbeurteilungen
  • Führen eines Teams

Lehrgangszulassung LEVEL 2

Zum Qualifizierungslehrgang kann zugelassen werden, wer alle folgenden gültigen Nachweise erbringt:

  • Nachweis der erfolgreich abgelegten Prüfung über die Sachkunde für Veranstaltungsrigging LEVEL 1
  • Mindestens einjährige Tätigkeit als Sachkundiger für Veranstaltungsrigging Level 1
  • Erfahrung durch mindestens 40 Einsatztage als Sachkundiger für Veranstaltungsrigging LEVEL 1 innerhalb der letzten 24 Monate vor Lehrgangsbeginn

oder

20 Einsatztage als Sachkundiger für Veranstaltungsrigging LEVEL 1 innerhalb der letzten 12 Monate. Der Nachweis über die Einsatztage ist nachvollziehbar schriftlich zu erbringen,

z.B. durch Führen der auf der IGVW-Internetpräsenz verfügbaren Vorlage für die Tätigkeitsnachweise

  • Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung für Arbeiten mit Absturzgefahr, z.B. G 41
  • Ausbildung in der Ersten Hilfe

Qualifizierungsinhalte LEVEL 2

Rechtliche Grundlagen, Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilungen

Tätigkeitsbezogenes Anwenden der Rechtsquellen zu:

  • Verantwortung, Delegation und Pflichtenübertragung
  • Anforderungen an Gefährdungsbeurteilungen
  • Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen
  • Festlegen von Aufgabenbereichen und Kommunikationswegen
  • Erstellen von Betriebsanweisungen
  • Koordinieren von Rettungsmaßnahmen

Riggingspezifische Statik

  • Berechnen von Mehrstrang-Bridle
  • Berechnen von Schnittgrößen (Normalkraft, Querkraft, Biegemoment)
  • Lokale und globale Biegung durch z.B. aufgelegte Traversen
  • Vertiefen der Kenntnisse über lokale Beanspruchungen von Traversen und Gebäudetragwerken
  • Abtragen von horizontalen Lasten an Tragwerken (Gebäudetragwerke, temporäre Konstruktionen, etc.)
  • Kennen der eingeschränkten Belastbarkeit von Knotenelementen (z.B. Ground-Support)
  • Kennen der Belastbarkeit von Towerkomponenten (z.B. Ground-Support)
  • Kennen der Bemessungsschnittgrößen von Traversen
  • Kennen der Auflagerreaktionen bei Mehrfeldträgern (z.B. Punktlasten, Streckenlasten, Dreieckslast)
  • Grenzen der rechnerbasierten Anwendersoftware zur statischen Betrachtung
  • Berücksichtigung von dynamischen Lastanteilen bei Einsatz von Hebezeugen
  • Kennen der Einwirkungen durch Wind im Open-Air Bereich (z.B. bei Einsatz von Videowänden)

Technische Kommunikation

  • Erstellen von Aufmaßplänen
  • Erstellen von Riggingplänen
  • Erstellen von Materiallisten
  • Methodik des Einholen von Informationen und Zusammenführen der gewerkespezifischen Pläne
  • Auswählen der für die Ausführung relevanten Daten von technischen Planungsunterlagen (z.B. Licht- und Hallenpläne, Belastungsmöglichkeiten von Tragwerken, statische Berechnungen)
  • Zeichnungsorganisation

Technische Arbeitsmittel (Theorie)

  • Planen von Hilfstragwerken (z.B. Traversen, Teams in Open-Air Bühnen)
  • Ausführungsplanung (statisch einfach Konstruktionen)
  • Planen von bodengestützten Konstruktionen (z.B. Traversentisch, Groundsupport) unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten, wie Bodenbeschaffenheit, Veränderung der Bodenverdichtung durch äußere Einflüsse wie z.B. Wetter, Bodenbelastbarkeit, Gefälle, Hohlräume
  • Dimensionieren und Auswählen von Lastaufnahmeeinrichtungen
  • Auswählen von Hubarbeitsbühnen unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten (Bodenbelastbarkeit, Türgrößen, etc.)

Technische Arbeitsmittel (Praxis)

  • Aufmessen erstellen anhand von Riggingplänen (verschiedene Varianten, Anwenden des 3-4-5 Verfahrens zur Ermittlung des rechten Winkels, kartesische und polare Koordinaten, Laser Messsysteme)
  • Ausführen von speziellen Anschlagvarianten (Split-Basket, H-Bridle, Pull-Back, Truss-Bridle, etc.)
  • Demontieren oder Austauschen von installierten und belasteten Hebezeugen (z.B. im Messerigging)
  • Auf- und Abbauen von bodengestützten Traversenkonstruktionen
  • Einsetzen von speziellen Montagehilfen für Traversenkonstruktionen (z.B. Tower-Aufrichthilfe)
  • Montieren von vorgegebenen Sicherungssystemen (Lifelines)
  • Kontrollieren der festgelegten technischen Schutz- und Sicherungsmaßnahmen (z.B. Lastmesssyteme, Sekundärsicherungen)
  • Bedienen von Motorsteuerungen zum Verfahren von komplexen Lastsystemen (inklusive Maßnahmen zur verbesserten Kontrolle, 4-Augen Prinzip)
  • Sichtprüfung von Arbeitsmitteln vor, während und nach der Benutzung

Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Theorie)

  • Kennen verschiedener Rettungsverfahren und deren Anforderungen an Retter und Arbeitsmittel (z.B. begleitende Rettung, Rettung von oben)
  • Systemauswahl von verschiedenen Rettungsgeräten
  • Kennen der bestimmungsgemäßen Benutzung von PSAgA zum Retten aus der Höhe
  • Überblick über geeignete temporäre Lifelinesysteme
  • Befähigung zur Prüfung der PSAgA

Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (Praxis)

  • Sichtprüfung der PSA-Produkte vor, während und nach der Benutzung
  • Absolvieren von Rettungsübungen mit unterschiedlichen Zugangs- und Rettungsvarianten
  • Aufbau von temporären Lifelinesystemen (z.B. vertikaler Toweraufstieg, horizontales Queren auf Strukturen)

Grundlagen E-Technik

  • Kennen der Gefahren des elektrischen Stromes
  • Verstehen der Wirkung auf den menschlichen Körper
  • Verstehen der Grundlagen zu Wechsel- und Drehstrom
  • Kennen der Zusammenhänge zwischen mechanischer und elektrischer Leistung bei Elektrokettenzügen
  • Verstehen von Schutzmaßnahmen und Wissen über die Notwendigkeit eines Potentialausgleichs
  • Kennen von Schutzklassen und Schutzarten bei der Benutzung elektrischer Arbeitsmittel
  • Kennen von Schutzeinrichtungen und deren Wirkungsweisen (z.B. Überstromschutzeinrichtungen, Differenzstromschutzeinrichtungen, Motorschutzschalter)
  • Anwenden von Stecksystemen (z.B. CEE-Steckvorrichtungen, Multitore-Systeme)
  • Anwenden von Sicherheitsbestimmungen (z.B. die fünf Sicherheitsregeln) beim Umgang mit elektrischen Arbeitsmitteln
  • Verstehen der Anforderungen an die fachlichen Voraussetzungen der im Bereich der Elektrotechnik tätigen Personen
  • Kennen der Anforderungen des igvw SQP4

Dauer:

102 Lehreinheiten

Kosten:

Die Lehrgebühr beträgt für Das Seminar SQQ2 | Level 2

Location
20 Alter Markt
50667 Köln
Deutschland
Organisator
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