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1. Jobwechsel als Chance begreifen, statt als Risiko

„Sie kamen wegen des Unternehmens und gingen wegen des Chefs“ – ein geflügelter Satz und immer noch aktuell, wie die nachstehende Grafik zeigt:

Alle drei bis fünf Jahre sollten Sie daher den Mut zum Jobwechsel fassen, spätestens aber nach sieben Jahren. Vielen Menschen fehlt es allerdings am notwendigen Selbstbewusstsein für einen Jobwechsel oder die Angst vor dem Risiko „Unsicherheit“ überwiegt die zahlreiche positiven Aspekte, welche solch
ein beruflicher Schritt mit sich bringt. So ein Wechsel des Arbeitsplatzes birgt nämlich auch zahlreiche Chancen:

  • Sie entwickeln sich beruflich und persönlich weiter.
  • Die Betriebsblindheit weicht neuen Sichtweisen und Perspektiven.
  • Sie bleiben up-to-date und erschließen sich immer wieder neues Knowhow in

Ihrem Fachbereich.

  • Sie werden vor neue Herausforderungen gestellt und können dadurch sowohl Ihre Hard als auch Soft Skills trainieren.
  • Dadurch werden Sie auch nicht zu spezialisiert oder festgefahren, sondern

trainieren Ihre Auffassungsgabe, Lernbereitschaft sowie die Offenheit für neue

Sichtweisen und Problemlösungsansätze.

  • Ihr Lebenslauf wird durch Jobwechsel aufgewertet, solange sie einen roten Faden erkennen lassen und zumindest die Probezeit überdauern.
  • Sie knüpfen neue Kontakte und bauen Ihr berufliches Netzwerk aus.
    „Vitamin B“ ist schließlich der wichtigste Erfolgsfaktor für Ihre Karriere

2. Kernfragen im Bewerbungsgespräch

  1. Warum wollen Sie diesen Job?
    Man nennt diese Kernfragen die Adam-und-Eva-Fragen. Die wichtigste dieser Fragen lautet: Warum wollen Sie diesen Job? Rund die Hälfte der Fragen der Arbeitgeber drehe sich um die Motivation des Bewerbers, schätzt Hesse. Egal, wie die Fragen im Einzelnen formuliert sind: Wer schlüssig erklären kann, warum das Unternehmen/die Branche/die Tätigkeit der logische nächste Karriereschritt sind, kann hier punkten.
  1. Warum sollte ich Sie einstellen?
    Die zweite große Frage dreht die Perspektive um: Warum sollte ich Sie einstellen? Die meisten Personaler werden die Frage nicht wörtlich so stellen, sondern versuchen, sich ihr mit Formulierungen zu nähern wie „Was bringen Sie dem Unternehmen ein?“ oder „Was haben Sie, was andere nicht haben?“. Aber auch „Wann können Sie anfangen?“, „Wie teuer sind Sie?“ und „Was müssen Sie noch alles lernen?“ fallen in diese Kategorie.
  1. Wer sind Sie?
    Die dritte große Frage lautet etwas plump ausgedrückt: „Wer sind Sie?“ Um etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers zu erfahren, dienen Personalern sowohl offene Fragen wie „Erzählen Sie etwas über sich“ oder „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“, aber auch gezielte Stressfragen wie „Was würden Sie in Situation XY tun?“

Natürlich kann jeder geübte Interviewer einem Bewerber mit gezielten Fragen immer noch den Schweiß auf die Stirn treiben. Aber: Wenn ich begriffen habe, dass es um diese drei grundlegenden Fragen geht und darauf Antworten vorbereitet habe, kann mich so schnell nichts durcheinander bringen.

Photo by CoWomen on Unsplash

3. Arten und Ablauf eines Bewerbungsgesprächs

Das klassische Bewerbungsgespräch findet mit 1-2 Personen vom Arbeitgeber statt. Ein Personaler und der künftige Vorgesetzte. Statt vor Ort beim Unternehmen werden heute zunehmend vorab Telefoninterviews geführt.
Dafür sollte ein fester Termin vereinbart werden. Wählen Sie einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.

Der Ablauf und die Fragen bei einem Telefoninterview orientieren sich am klassischen Bewerbungsgespräch. Einziger Unterschied: Die Gesprächspartner sehen sich nicht, Körpersprache und Mimik haben weniger Einfluss, umso mehr aber die Stimme. Tipp: Lächeln Sie viel und bewusst – das hört man, und es macht sympathischer. Und trinken Sie vorher ausreichend stilles Wasser! Eine Variante dieses Interviewtyps ist das Vorstellungsgespräch per Skype oder Zoom. Beim Videointerview müssen Sie natürlich wieder umso mehr auf den Bildausschnitt und Hintergrund achten.

Quelle: karrierebibel.de

 

Um größtmögliche Vergleichbarkeit und objektive Auswahl herzustellen,
wählen manche Arbeitgeber ein strukturiertes Interview. Das Besondere daran: Jedes Interview läuft mit jedem Kandidaten absolut gleich ab. Also gleicher Ablauf, gleiche Struktur, dieselben Fragen. Daher auch der Name. So wird es leichter, hinterher die Unterschiede zwischen einzelnen Bewerbern zu sehen und zu bewerten.

  • Das persönliche Drehbuch für die SelbstpräsentationFinde Deine persönlichen und fachlichen Stärken heraus, um Dich selbstbewußt beim Vorstellungsgespräch zu präsentieren.
  • berufliche Erfahrung
  • Ausbildung
  • Weiterbildung
  • Stärken
  • Sprach- und EDV-Kenntnisse
  • lnteressen
  • sonstige für den Arbeitgeber relevante lnformationen

 

Übe Deine Selbstpräsentation (vielleicht auch vor Freunden, zumindest vor einem Spiegel)

Bereite Dich auf mögliche Fragen des Unternehmens vor. Wird bei der

Stellenbeschreibung auch eine Fremdsprache gefordert, stelle Dich auch auf einen Wechsel in diese Fremdsprache ein. Mögliche Fragen können sein:

  • Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?
  • Was reizt Sie an einer Tätigkeit in unserem Unternehmen?
  • Was machen Sie, wenn Sie bei einem Thema nicht mehr weiter wissen/weiterkommen?
  • Worauf sind Sie in lhrer Arbeit stolz?
  • Was sind lhre letzten Erfolge gewesen?
  • Wie finden Sie sich in einem Team ein?
  • Was sind lhre Stärken/Schwächen?
  • Wie würde Sie lhr bester Freund/lhre beste Freundin beschreiben?
  • Was ist lhnen bei Ihrem Vorgesetzten wichtig?
  • Wie gehen Sie mit Kritik um?
  • Wie gehen Sie mit Stress um?
  • Was würde Sie aus der Fassung bringen?
  • Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  • Warum sollen wir uns für Sie entscheiden?
  • Ab wann sind Sie verfügbar?
  • Was sind lhre Gehaltsvorstellungen (immer Jahres-Brutto angeben)?

Bereite Deine Fragen an das Unternehmen vor. Mögliche Fragen können sein:

  • Weshalb ist die Stelle vakant?
  • Welche Schnittstellen zu anderen Abteilungen gibt es? Was sind meine Aufgaben?
  • Ab wann ist die Stelle zu besetzen?
  • Wie läuft die Einarbeitungsphase ab?
  • Wie hoch ist das Gehalt (je später desto besser)?

Lege Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Entscheide Dich eher für eine formelle als für eine zu sportliche Garderobe. Der lnternet-Auftritt des Unternehmens gibt häufig Anhaltspunkte für die Unternehmensphilosophie.

Nimm zum Vorstellungsgespräch neben einem Notizblock auch Dein Einladungsschreiben mit, um alle Kontaktdaten im Notfall zur Hand zu haben.

Präge Dir die Namen der Ansprechpartner/-innen ein.

Geh mit guter Laune in Dein Vorstellungsgespräch.

 

Autor: Wolf Rübner – EventCampus

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