Stress
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1. Resilienz, das Immunsystem der Seele

Angst ist das beklemmende Gefühl, bedroht zu sein. Sie entsteht in Situationen, von denen wir glauben, dass wir ihnen hilflos ausgeliefert sind. Die aktuelle Lage erfordert von uns eine schnelle Anpassung an veränderte Lebensbedingungen. Das kann ein Gefühl der Unsicherheit und des Kontrollverlustes auslösen. Wir können jedoch unsere Emotionen langfristig regulieren und eine positivere Sicht der Dinge erlangen.

Resilient ist, wer die seelisch-emotionale Widerstandskraft aufbringt, sich von Stress, Krisen und Schicksalsschlägen nicht verbiegen zu lassen, sondern das Beste aus dem Unglück macht.

Um Menschen in der Corona-Krise bei der Bewältigung ihrer persönlichen Stressoren und der Stärkung ihrer individuellen Resilienz zu unterstützen, bietet das Leibniz-Institut für Resilienzforschung ein kostenloses Training an: „Auf Kurs bleiben kompakt“. https://lir-mainz.de/aufkursbleiben-kompakt

Grafik: LIR Mainz

Mit AUFKURSBLEIBEN kann man deshalb wissenschaftlich fundierte Strategien einüben,
die dabei helfen, in schwierigen Situationen gelassen und zuversichtlich zu bleiben.
Das Training zielt vor allem auf die Förderung der Selbstfürsorge, den Aufbau einer optimistischen Grundhaltung und die effektive Nutzung des eigenen sozialen Netzes ab.
(Der Text lehnt sich an die Beschreibungen und Empfehlungen des LIR an.)

Denk an die alte Box-Regel – die Deckung ist das Wichtigste!

 

2. Bloß keinen Stress!

Gerade die hektische Event-Branche ist besonders anfällig für Stress. Ständige Erreichbarkeit durch smartphones, Erfolgs- und Kostendruck sowie gestauchte Ruhephasen sorgen für eine heikle Mischung, die bei unzureichender Kompensation dauerhaft in die Krankheit, zumindest aber zu nachlassender Arbeitszufriedenheit führt.

Wer ständig ein Handy am Ohr, ein Smartphone in der Hand oder ein Laptop auf dem Schoß hat, kommt nicht zur Ruhe. Niemals in der Geschichte seien die Menschen dermaßen außengeleitet gewesen, wie heute, sagt Psychologie-Professor Dr. Matthias Burisch. Weil wir uns permanent selbst mit Medien aller Art beschäftigen, kommen wir vor lauter Informationen nicht zum Nachdenken. Wer aber immer von außen beeinflußt wird, steht über kurz oder lang nicht mehr auf seinen eigenen Beinen. Statt Mainstream, Jugendkultur und Trends hinterherzujagen, solle jeder sich ab und an auf das besinnen, was ihn ausmacht. Prof. Burisch rät, sich immer mal wieder seiner eigenen Identität zu vergewissern und über sich selbst nachzudenken. Wer bin ich eigentlich? Was kann ich gut? Was kann ich richtig schlecht? Worauf reagiere ich aggressiv? Worauf bin ich stolz? Wofür schätzen mich die Menschen? Womit haben die Menschen bei mir Schwierigkeiten?

Foto: Albrecht Fietz auf pixabay

Führungskräfte sind häufig Teil des (Stress-)Problems und nicht Teil der Lösung. Zielvereinbarungen sind für die Arbeit von Führungskräften unerlässlich. Ihr Einsatz will aber gut durchdacht sein. Sie sollen Sogwirkung auslösen, krankmachender Leistungsdruck ist zu vermeiden. Eine von vielen Empfehlungen lautet, maximal 3-5 Aufgabenziele vereinbaren, um die Aufmerksamkeit des Mitarbeiters nicht zu überfordern.

Was kann man im Alltag tun?

Struktur ist alles!

Ausreichender Schlaf, gesunde Ernährung und genug Bewegung sind das Fundament für Dein Wohlbefinden. Plane täglich und schriftlich abwechslungsreiche Aktivitäten. Fehlende Struktur und eintönige Tagesabläufe führen zu Langeweile, Frust und gedrückter Stimmung. Verbringt nicht ganze Tage mit Fernseh-Serien.

Runter von der Couch!

Sport hilft Stress abzubauen – Joggen, Krafttraining, Auspowern. Entspannungstechniken helfen, Dein Gedankenkarussell zu unterbrechen. Probiere verschiedene Techniken wie Yoga, Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitsübungen oder autogenes Training aus und finde heraus, welche Dir hilft.

Zeig Dich!

Nutze die Möglichkeiten zur Kommunikation und halte Kontakte aufrecht. Besonders in Krisenzeiten sind Kontakte zu anderen Menschen ein schützender Faktor für Dein seelisches Wohlbefinden. Geh raus in die Natur!

 

Es ist wie es ist!

Es ist normal, sich angesichts der aktuellen Situation ängstlich, traurig, unsicher oder wütend zu fühlen. Eine annehmende Haltung zu entwickeln, ermöglicht Dir Energie für andere Bereiche freizusetzten und sich schrittweise von belastenden Gedanken zu lösen.
Die Nachkriegsgeneration hatte eine ganz andere Katastrphe zu bewältigen. Betrachte die Krise nicht als etwas Unüberwindliches, sondern als Herausforderung des Lebens.

Wie gehe ich mit Existenzsorgen um?

Eine einfache Antwort gibt es nicht, da sich jede Situation individuell anders darstellt. Versuche herauszufinden, was genau der Inhalt Deiner Sorgen ist. Häufig werden Sorgen nicht zu Ende gedacht. Beschäftige Dich gemeinsam mit einem/einer Freund/in mit dem schlimmsten Szenario und lege Dir einen Plan zurecht, was zu tun ist, wenn dieser Fall eintritt.

 

Buchempfehlung: M. Burisch „Das Burnout-Syndrom – Theorie der inneren Erschöpfung“

Hier finden Sie für die Praxis aufbereitetes Wissen, Handlungshilfen, Unternehmensbeispiele, Medien und Broschüren rund um das Thema psychische Gesundheit in der Arbeitswelt.

 

Autor: Wolf Rübner – EventCampus

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